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"FREIHEIT IST DAS RECHT, ALLES ZU TUN, WAS ANDEREN NICHT SCHADET." PIERRE J. PROUDHON
REFERATE
Damals wie Heute
Geschichte

Vor 50 Jahren nahm die „68er Studentenbewegung“ Fahrt auf: Studierende wandten sich mit ihrem Protest gegen die veralteten Verhältnisse in der BRD. Sie wollten die restriktiven und autoritären Strukturen an den Universitäten überwinden, die Wissenschaften kritisch hinterfragen, die Altfaschisten aus ihren Lehrstühlen fegen, die soziale Öffnung der Hochschulen für alle Bevölkerungsschichten erreichen und für eine zivile Entwicklung, Abrüstung und das Ende des Vietnamkrieges wirken. Die Dynamik, die diese intensiv vorbereiteten Proteste erreichten, ging weit über die Hochschulen hinaus. Vielerorts, auch International, verbündeten sich Studierendenbewegung und Arbeiterbewegung und krempelten breite Bereiche der Gesellschaft um.

Diese Geschichte ist auch unsere Geschichte – die der HAW: Bereits vor der Gründung der Fachhochschule lernten die Berufsschüler*innen von den Organisierten der Universitäten (und andersherum), schafften die Grundlagen der Verfassten Studierendenschaft und gründeten eigene Asten, mit denen sie sich aktiv in die Aktivitäten der 68er-Bewergung einbrachten. Drängende Themen waren in den 70er und 80er Jahren an der HAW neben Abrüstung („Atomwaffenfreie Fachhochschule Hamburg“) und Friedensaktivitäten auch der Einsatz für die Verbesserung der sozialen Lage von Studierenden und die Öffnung der Hochschule (z.B. BAföG, Wohnen, …). Auf das Engagement von Studierenden und Lehrenden der Fachhochschule geht auch ein Teil der am aktuellen Campus errichteten Hochschulgebäude zurück (z.B. der Mensaturm am Berliner Tor).
Heute ist vieles davon in Vergessenheit geraten und die 68er Bewegung vielfach mit „Hippietum und sexueller Befreiung“ übersetzt. Dies ist, wie das Hetzen der AfD gegen das „rot-grün-versiffte 68er-Deutschland“, kein Zufall. Die Geschichtsverdrehung ist ein absichtsvolles Herunterspielen der Bedeutung: Studierende sollen sich nicht als verändernde Subjekte verstehen – dafür ist auch Bachelor-Master eingeführt worden. Dagegen prägen wir Geschichtsbewusstsein wieder aus, nur wer seine Geschichte kennt, kann die Gegenwart verstehen und vernünftig verändern.

Ziel des Referates ist, gemeinsam mit anderen Interessierten die Geschichte der HAW aufzuarbeiten, diese ins Bewusstsein zu rufen um aus ihr zu lernen und Veranstaltungen dazu zu gestalten. Alle sind herzlich eingeladen dazu zu kommen!

Kontakt
friederike.schaak@asta.haw-hamburg.de

"FREIHEIT IST DAS RECHT, ALLES ZU TUN, WAS ANDEREN NICHT SCHADET." PIERRE J. PROUDHON
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