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"JEDE*R HAT DIE EIGENE AKTIONSFORM,
ABER HAUPTSACHE MENSCH IST AKTIV." EINE FEMINISTIN
AKTUELLES
AStA Stellungnahme Ukraine

Liebe Kommilliton*innen,

vor mehr als einer Woche hat Russland die Ukraine angegriffen. In der letzten Woche haben wir uns viel mit dem Krieg beschäftigt und versucht herauszufinden, wie wir als Studierendenvertretung solidarisch sein und die Betroffenen unterstützen können. Die Situation ist schwer zu erfassen, dynamisch in ihrer Entwicklung und historisch gewachsen. Daher wollen wir mit dieser Stellungnahme auch keine Einordnung vornehmen.
Uns sind einige Punkte jedoch wichtig, zu denen wir uns positionieren wollen.

Als AStA solidarisieren wir uns mit den Menschen in der Ukraine und allen von Putins Angriffskrieg betroffenen Menschen.  Wir unterstützen die Forderungen der Ukrainer*innen und der ukrainischen Diaspora in Hamburg, ihre Bedürfnisse müssen gehört werden.
Wir sind grundsätzlich gegen Rüstungsexporte, dennoch ist es aktuell notwendig, dass die Ukraine sich gegen den Angriff von Russland verteidigen kann.
Dass Olaf Scholz nun der Bundeswehr 100 Milliarden Euro zur Aufrüstung zur Verfügung stellen möchte, ist völlig unverhältnismäßig. Wir positionieren uns ganz klar gegen diese Aufrüstung. Der Krieg muss enden und darf nicht weiter provoziert werden.

Auch wenn Deutschland schutzsuchende Menschen aus der Ukraine mit offenen Armen empfängt, gilt dies längst nicht für alle. Schwarze Menschen und BiPoC , Menschen ohne ukrainischen Pass werden aus den Zügen gezogen und aktiv an der Flucht gehindert. Anstatt dem Krieg zu entkommen, erfahren sie an der Grenze massive rassistische Gewalt.
Ein Großteil der Menschen, die diesen Rassismus an der ukrainisch-polnischen Grenze erfahren, sind internationale Studierende.
Um diese Menschen direkt zu unterstützen haben wir uns dazu entschieden dem Aufruf von u.a. Asmaras World e.V. zu folgen und einen von drei Bussen finanziert, die insgesamt 171 Menschen an der Grenze abgeholt und nach Hamburg gebracht haben. Diese sind inzwischen sicher hier angekommen.
Doch nicht nur Rassismus, auch Queerfeindlichkeit verschärft sich an der Grenze zu Polen. Zum Beispiel dürfen trans Personen die Ukraine nicht verlassen oder können dies nicht sicher.
Be_hinderte und chronisch kranke Personen können die Ukraine ebenso nicht verlassen, sollten sie auf medizinisches Equipment, Pflege oder Transport angewiesen sein.
Wie in allen Krisen und Kriegen trifft es diejenigen am härtesten, die sowieso schon marginalisiert sind.

Der Krieg in der Ukraine hat auch Einfluss auf die gesellschaftliche Lage in Deutschland.
Derzeit wird Antislawismus wieder gesellschaftsfähiger. Antislawismus ist eine Form von rassistischer Diskriminierung, die sich gegen Slaw*innen richtet. Sie werden beleidigt und angefeindet. Putins Taten werden auf sie projiziert, dabei ist Putin der Täter.
Russische Studierende in Deutschland haben sich hier zum Angriffskrieg auf die Ukraine positioniert: Stellungnahme der russischen Studierenden

An dieser Stelle wollen wir auch noch einmal die Absurdität Putins Argumentationen hervorheben.
Putin hat unter anderem seinen Angriffskrieg damit legitimiert, die Ukraine würde von einem Nazi Regime regiert werden und der russische Militäreinsatz diene dazu das Land zu “entnazifizieren”. Diese Behauptung falsch, auch wenn Neonazis im Parlament vertreten sind, hat die Ukraine keine Naziregierung, sondern sogar einen jüdischen Präsidenten und ist eins von den Ländern in denen viele jüdische Menschen leben. Die Behauptung wird durch den russischen Angriff nahe der Gedenkstätte Babyn Jar völlig ad absurdum geführt.

Abseits des Krieges in der Ukraine, passiert auf der Welt noch sehr viel anderes was medial gerade völlig untergeht. Beispielsweise dass die Türkei kurdisches Gebiet bombardiert. Die Queerfeindlichkeit, die in vielen Bereichen der Welt, wie in Texas oder Florida ein Besorgniserregendes Ausmaß annimmt. Die Coronapandemie und Verschwörungsideologien sowie der neue IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) Bericht, der aufzeigt, dass die Klimakrise sich weiter verschärft. Diese Themen dürfen nicht ignoriert werden!
Jeden Tag ertrinken weiterhin Menschen im Mittelmeer, die vor Krieg und Verfolgung fliehen oder sie verbleiben in Geflüchtetenlagern wie Moria.
Wir verurteilen die Doppelmoral, die hier sichtbar wird aufs schärfste.

Wir fordern:

  • psychologische Betreuung für die Geflüchteten von der HAW und dem Studierendenwerk.
  • Das Studierendenwerk muss Wohnräume für geflüchtete Studierende zur Verfügung stellen oder sie vermitteln.
  • Unbürokratische Möglichkeit für alle Studierenden aus der Ukraine, unabhängig vom ukrainischen Pass, das Studium an der HAW fortzuführen
  • Die Einrichtung von Sprachkursen
  • Finanzielle Entlastung von ukrainischen und russischen Studierenden an der HAW, die durch den Krieg keine Unterstützung mehr von zuhause bekommen können, z.B. durch Erlassung des Semesterbeitrages
  • Volle Solidarität mit allen Geflüchteten der Welt. All Refugees Welcome!

 

Was du tun kannst:

Spenden

  • Bei Materialspenden fragt bitte vorher bei den Organisationen nach, was gerade gebraucht wird.
  • Solltest du kein Geld oder Material spenden kannst du auch deine Zeit zur Verfügung stellen, beispielsweise durch Sortierung der Materialspenden oder indem du geflüchtete Menschen von den Bahnhöfen abholst (falls du ein Auto besitzt). Ihr könnt auch Wohnräume zur Verfügung stellen, diese am besten längerfristig.

 

Informieren

Falls du nicht spenden kannst, kein Problem, es hilft schon über das Thema im Umfeld zu sprechen und zuverlässige Informationen zu teilen. Checkt dabei eure Quellen, damit ihr nicht aus Versehen Falschinformationen teilt. Dieser Krieg wird auch mit Informationen geführt.

Als private Privatperson können folgende Organisationen unterstützt werden:

Hanseatic Help https://www.hanseatic-help.org/
norddeutsch Ukrainischer Hilfsstab https://hilfe-ua.de/
Elinor Network https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/
asmarasworld https://asmaras-world.de/
Die Seite hamburg.de hat einige Tipps

https://www.hamburg.de/ukraine/15922988/unterstuetzung-gefluechtete/

Außerdem teilen wir auch immer wieder Informationen auf unserem Instagram Account: @astahawhh
https://instagram.com/astahawhh

Das Studierendenwerk Hamburg bietet Studierenden an, ihre Verträge zu verlängern, sollten sie von diesem Krieg betroffen sein und nicht nach Hause können.

"JEDE*R HAT DIE EIGENE AKTIONSFORM,
ABER HAUPTSACHE MENSCH IST AKTIV." EINE FEMINISTIN
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